Nerf Rayven CS-18 Voltage Mod und Paint Job

Nachdem ich bereits eine Longshot gemodded hatte, wollte ich mich nun einmal an einer Rayven versuchen. Und da diese Nerf bei Toys’R’us gerade günstig im Angebot war und ich noch einen 10€ Gutschein hatte, habe ich direkt zugeschlagen und mir die Rayven geholt.

Man sieht ja viele Voltage Mods, welche Li-Ion Akkus (oft Trustfires) nehmen. Diese benötigen aber ein spezielles Ladegerät und auch mehr Pfelege als gewöhnliche Akkus, wenn man die Unprotected Version nimmt, welches für Voltage Mods aber oft von Nöten ist, da die Protecteds hier einfach dicht machen. Der Vorteil liegt natürlich darin, dass diese Akkus in das normale Batteriefach der Rayven gelegt werden können und keine weitere Modifikation von Nöten ist. Ich wollte aber lieber normale Akkus / batterien verwenden und habe daher eine Zusätzliche Batteriehalterung angebracht.

Den kompletten Guide gibts nach dem Klick:

Folgendes wird benötigt:

Ihr könnt natürlich auch andere Batteriehalter, Epoxyd Masse und Feinspachtel verwenden, dies sind lediglich die Produkte, die ich verwendet habe.

Darüber hinaus ein wenig Werkzeug:

  • Kleiner Kreuzschlitz Schraubendreher (passend für Nerf Schrauben)
  • Lötkolben + Lötzinn
  • Kneifzange
  • Dremel
  • Stift zum Anzeichnen
  • Abisolierzange (optional)
  • 3. Hand (optional)

Als erstes solltet ihr eure Nerf einmal aufschrauben. Für den Anfang benötigen wir nur die obere Hälfte, welche wir auch gleich mit dem Schleifpapier anschleifen (80er um die Logos wegzubekommen, 240er für den Rest). Denkt daran, dass ihr, nachdem ihr die Logos mit80er Schleifpapier abgeschliffen habt, noch einmal mit 240er drüber zu gehen, ansonsten habt ihr Später unansehnliche Kratzer.

Nun wird der Batteriehalter aufgelegt und angezeichnet. Mit dem Dremel wird nun vorsichtig das Plastik herausgeschnitten. Hierbei immer nach dem Motto „Abschneiden geht immer, aber wieder drankleben ist nich.“, arbeiten. Lieber erst einmal zu wenig abschneiden und dann mit einem Fräsaufsatz für den Dremel nacharbeiten. Dabei immer wieder gucken, ob das Batteriefach schon hinein passt. Auch sollte man möglichst die 2 Führungsschienen für das Magazin dranlassen. Ich habe die Querverstrebungen zwischen den Schienen herausgenommen und die schienen auf die gleiche Höhe gekürzt,  da ich den Batteriehalter möglichst tief in die Rayven bekommen wolte.

Passt der Batteriehalter, werden als erstes die Kabel angelötet, da dies im Eingebauten Zustand ziemlich schwer werden kann.

Vor dem Befestigen mit dem Epoxyd habe ich die Nerf noch einmal zusammengesteckt und ein Magazin eingeschoben. Dadurch wusste ich, wie tief ich den Batteriehalter genau hineinstecken musste. Diesen habe ich nun an ein paar Punkten mit Sekundenkleber befestigt.

Nun wird der Batteriehalter mit dem Epoxyd an der Rayven befestigt. Hierbei empfehle ich dringend die Verwendung von Einmalhandschuhen. In der Regel kommen Epoxyd Kits als 2 Komponenten Masse, welche vor der Benutzung gut durchgeknetet werden muss. Schneidet ein Stück in geeigneter Länge ab, knetet es gut durch und formt es dann zu einer Wurst, welche ihr zwischen batteriehalter und Nerf presst. es macht dabei nichts, wenn nicht alles glatt und perfekt ist, dafür kommt später der Feinspachtel 😉

Nachdem das Epoxyd nun gut getrocknet ist, wird es etwas geglättet und angeschliffen. Zum ausbessern eignet sich ein Schleif oder Fräsaufsatz für den Dremel. Hierbei dürft ihr auch etwas Mehr abschleifen als Nötig, da die Feinheiten anschließend mit Feinspachtel (der name sagts schon) gemacht werden.

Zum verarbeiten des Feinspachtels sollte man 1 (besser mehrere) kleine Spachtel parat haben. Dieser kommt wieder als 2 Komponentenmischung und wird nach Anleitung angemischt. Den Feinschpachtel nun mit dem Spachtel möglichst gerade verteilen. hierbei lieber etwas dicker auftragen, da man überstehendes später wegschleifen kann, eine Furche aber nur durch erneutes Spachteln herausbekommt. nach dem Spachteln wieder trocknen lassen und schleifen. Dies wiederholt ihr solange, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid (ich habs 2x gemacht).

Damit sind wir auch schon fertig mit dem batteriehalter und widmen uns dem Innenleben der Rayven:

Die Sicherheitsswitches, welche verhindern, dass die Motoren bei geöffneter Klappe oder ohne Magazin laufen habe ich entfernt. Die mechanischen Locks, welche verhindern, dass der Abzug ohne laufende Motoren oder ohne Magazin betätigt werden kann, habe ich drin gelassen, da diese in meinen Augen durchaus Sinn machen.

Damit die Raven mit der höheren Spannung überhaupt funktioniert fird auch der Termalresistor, welcher in der Verbindung vom unteren Teil des Griffes zur Rayven sitzt, entfernt. Dieser würde sonst heiß werden und abschalten. Die Diode, welche auf der Platine direkt am Abzug sitzt kann drin gelassen werden, sie verhindert lediglich, dass man die Batterien falsch herum einlegen kann, wodurch die Motoren rückwärts drehen würden.

Für mehr Leistung sollten darüber hinaus die 4 gelben Widerstände, welche direkt an den Motoren sitzen entfernt werden. Auch das schwarze „Gummivorhang“ sollte entvernt werden, da er Reibung am Dart erzeugt und somit auch die Reichweite verringert. Auf dem Bild habe ich alles rot markiert, was weg kommt.

Hier noch ein paar Nahaufnahmen vom Innenleben, da diese immer hilfreich beim späteren Zusammenbau sind:

Nachdem diese Teile entfernt wurden, wird alles wieder sauber Zusammengelötet und es wird ein Steker, welcher später zum linken Batteriefach führt zwischen Motor und rechtem Batteriefach (hinterer Kontakt) angebracht.

Die Verkabelung sollte nun so aussehen:

  • Batteriefach (vorderer Kontakt) – Diode (schwarze Seite)
  • Diode (weiße Seite) – Schalter (mitte)
  • Schalter (hinten) – unterer Motor (vorne)
  • unterer Motor (vorne) – oberer Motor (vorne)
  • oberer Motor (hinten) – unterer Motor (hinten)
  • unterer Motor(hinten) – Stecker
  • Stecker – Batteriefach (hinten)

Bei dem Stecker darauf achten, dass es mit den Kontakten passt, wie ihr es am neuen Batteriefach angelötet habt.

Damit ist der Voltage Mod bereits abgeschlossen und ihr solltet einmal testen, ob alles soweit funktioniert. Hierfür reicht es, eure Nerf zusammen zu stecken. Schrauben ist nicht nötig.

Für den paint Job nun auch noch alle restlichen sichtbaren Teile anschleifen. Kleinteile, wie den Abzug hierfür am besten ausbauen. Ich habe bei meiner Nerf leider die rechte Tactical Rail und den Lauf nicht abbekommen und habe diese desshalb dran gelassen. Achtet darauf, alle Teile abzukleben, welche nicht lackiert werden sollen. Dies sind:

  • Beide Batteriefächer von innen
  • Die Innenseite des Laufs
  • Nicht sichtbare Teile von Abzug, Motortrigger, Magazinauswurf und Magazinschacht

Nun alles lackieren. Kleinteile, die aufrecht stehen sollen am besten in einen Pappkarton stecken.

Beim lackieren daran denken, immer nur dünne Schichten aufzutragen und dafür öfter zu lackieren! Ich habe als Grundfarbe ein mattes Schwarz genommen. Nachdem dies durchgetrocknet war habe ich einige Highlights mit Silber Effektlack gesetzt (auf den Fotos schlecht zu sehen). Anschließend erst mit glänzendem Klarlack und zum Schluss noch mit mattem Klarlack lackieren. Dies wird gemacht, da glänzender Klarlack härter ist, als matter, eine glänzende Nerfgun jedoch naja… aussieht.

Und hier das fertige Ergebniss (den Clip habe ich noch nicht lackiert, man sieht sie aber mit nem lackierten 6er Clip):

Fazit: sie schießt mit den 12v weiter, als meine gemoddete Longshot. Wenn man Batterien, statt Akkus nimmt, kommt man sogar auf 15v. Erfahrungsberichte von anderen Moddern sagen aber, dass bei 15v die Darts zu unkontrolliert fliegen.

Viel Spaß bei Nachbauen!

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